Vitaminreich,
lecker und gesund:
Feldsalat – der knackig frische
Wintersalat
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„Feldsalat: der knackig frische Wintersalat“
Von August bis April hat er Saison,
ist mit 16Kcal/100g ein echter Schlankmacher
und bietet viele gesunde
Nährstoffe wie Vitamin C, Jod oder Folsäue.
Im Hofladen des Gertrudenhofes
gibt’s immer die besonders gesunde Variante: den Freilandfelsalat,
den man an den dunkelgrünen Blättern
erkennt und einen besonders knackigen, nussigen Geschmack hat!
Einkauf und Lagerung
- Da
Feldsalat einen hohen Ernteaufwand erfordert, liegen die Preise relativ
hoch, allerdings sind wegen des geringen Gewichtes auch schon etwa 250
Gramm ausreichend für vier Personen als Salatbeilage zum Essen.
- Feldsalat
ist in der Regel von August bis April auf dem Markt anzutreffen.
- Der
unter Glas oder Tunnel gezogene Feldsalat ist zarter als die Freilandware.
- Er
sollte ohne Wurzelansätze und nicht aufgeschossen sein und wird
meist schon sauber gewaschen und geputzt angeboten.
- Dennoch muss er vor dem Verzehr mehrmals gut in
viel Wasser gewaschen werden, um die Sandreste zu entfernen.
- Da er etwas empfindlich ist, sollte der
Feldsalat nicht unter fließendem Wasser gewaschen werden. Außerdem
ist dadurch der Sand nicht so gut herauszuwaschen.
- Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die
länglichen, abgerundeten Blätter, die eine dunkelgrüne oder, je nach
Sorte, auch eine weißlich-violette Farbe haben, eine knackig-frische
Konsistenz aufweisen, da schon angewelkte Blätter bereits viel an
Geschmack und Nährstoffgehalt eingebüßt haben.
- Feldsalat lässt sich gut gekühlt, im
Gemüsefach des Kühlschranks, gut feucht gehalten in Plastikbeuteln,
zwar einige Tage aufbewahren. Wegen des raschen Vitaminverlustes ist es
allerdings besser, ihn so erntefrisch wie möglich zu genießen.
- Besonders knackig wird er, wenn man ihn vor dem
Verzehr für ein paar Minuten in Eiswasser legt.
- Da Feldsalat stickstoffhaltige Salze der
Salpetersäure speichert, wie viele Blattgemüse, weist er einen von der
Düngung und der Belichtung abhängigen Nitratgehalt auf.
- Wurde das Feld stark gedüngt, enthält der
Feldsalat viel Nitrat (NO3), was bei Freilandware wiederum durch die
Einwirkung von Tageslicht abgebaut wird, so dass im Freien gezogener
Feldsalat deutlich weniger Nitrat enthält.
- Ein geringer Anteil ist jedoch immer vorhanden,
was auch unvermeidlich ist, da Stickstoff (N) natürlich im Boden vorkommt
und von Pflanzen zum Aufbau von Eiweiß benötigt wird. Im menschlichen
Körper wird Nitrat zu Nitrit umgewandelt und ist beteiligt an der Bildung
der Nitrosamine, denen man krebserregende Wirkung nachsagt. Jedoch sind
die für den Menschen positiv wirkenden Bestandteile des Feldsalats
wesentlich höher.
Sorten
- Aus
Süddeutschland kommt eine kleinblättrige Feldsalatsorte, die „Stuttgarter“
genannt wird.
- Sehr
bekannt ist auch der "Dunkelgrüne Vollherzige" mit dunkelgrünen
Blättern, der als ganze Rosette im Handel ist.
- Der
italienische Feldsalat hat gelbgrüne Blätter und aus den Niederlanden
stammt der lose als einzelne Blätter verkaufte „Holländische
Breitblättrige“ mit besonders großen hell- bis mittelgrünen Blättern.

Inhaltsstoffe und Gesundheit
- Schon
in Berichten des Arztes, Botanikers und Naturforschers Adam Lonitzer,
bekannt als Lonicerus, aus dem 16. Jahrhundert findet man, dass das Kraut
und die Wurzeln junger Rapuntzeln dem Magen guttäten, kühlten und
appetitanregend wirkten, was auch in der alten Klosterheilkunde bekannt
war.
- Schon zur Zeit des Wanderfeldbaus, als man viele
Wildkräuter bestimmten Göttern, Geistern und Dämonen zuordnete, schrieb
man dem Feldsalat die Aufgabe zu, vor dem „bösen Winterdämon“, dem „bösen
Scharbock“, zu schützen. Damit ist Skorbut, eine
Vitamin-C-Mangelerkrankung, gemeint.
- Feldsalat hat einen fast doppelt so hohen
Vitamin-C-Gehalt wie Kopfsalat und fördert somit die Bildung von
Abwehrkräften gegen Infektionen.
- Außerdem sind die Vitamine B6 und E enthalten
und sehr viel Provitamin A, auch als Beta-Carotin bekannt. Dies wird
nach der Aufnahme aus pflanzlicher Nahrung im Körper zu Vitamin A
umgewandelt. Vitamin A wird dann in der Leber gespeichert und ist wichtig
für die Haut und die Schleimhäute im Mund, in der Lunge, in den Nieren,
den Geschlechtsorganen und dem Verdauungstrakt und schützt sie vor
Umweltschäden und Infektionen. Außerdem ist Vitamin A beteiligt an der
Bildung eines Sehpigmentes in der Netzhaut und fördert das
Hell-Dunkel-Sehen.
- Nach Petersilie hat Feldsalat den
zweithöchsten Eisengehalt unter den Gemüsesorten und enthält zudem
noch Folsäure, Kalium, Calcium und in geringen Mengen Magnesium,
Phosphor, Kupfer und Zink.
- Für Schwangere ist Feldsalat besonders wertvoll,
da schon 50 Gramm ein viertel des Tagesbedarfs an Folsäure decken.
- Schließlich ist Feldsalat die beste
pflanzliche Jodquelle mit einem Gehalt von 62 Milligramm Jod in 100
Gramm Feldsalat.
- Die Wurzeln und Blätter enthalten ätherisches
Baldrianöl, das beruhigend auf den Magen wirkt und eine
schlaffördernde Wirkung hat.
Verwendung
- Besonders
für Schlankheitsbewusste ist der vitaminreiche und kalorienarme
Feldsalat (nur 16Kcal/100g) mit seinem feinnussigen Geschmack sehr gut
geeignet.
- Als
Salat in einer Essig-Öl-Marinade, aber auch pikant mit Meeresfrüchten
kombiniert oder deftig mit Geflügelstreifen, mit Obst oder in einem
Kräuterdressing ist Feldsalat ein sehr gesunder Genuss.
- Die
Verwendung von Feldsalat als Gemüse ist eher selten, aber auch möglich.
Gelegentlich findet er als Garnitur Verwendung, die man dann aber gern
essen und nicht liegenlassen sollte.
- In
venestärkenden Medikamenten finden die ätherischen Öle des Feldsalat in
der Pharmazie Verwendung.
Allgemeines
- Der
Feldsalat (Valerianella locusta ( L.) Laterr.) gehört zu den
Baldriangewächsen (Valerianaceae)
- Er ist
regional unter vielen verschiedenen Namen bekannt wie Rapunzel,
Lämmersalat, Ackersalat, Ackerlattich, Rebkresse, Sunnewirbeli oder
Mäuseöhrchen.
- Die
Schweizer nennen ihn „Nüssli“ oder „Nüsseler“, die Österreicher
„Vogerlsalat“.
- Der
Feldsalat, auch als „König der Salate“ bezeichnet, ist in ganz
Eurasien beheimatet, etwa vom 60. Grad nördlicher Breite bis zur Linie von
den Kanaren über Nordafrika zum Kaukasus.
- Als
frostharte, wildwachsende Pflanze ist er als Ackerunkraut auf Feldern mit
Wintergetreide, in Weinbergen und an Feld- und Wegrändern zu finden.
- Der
Feldsalat ist ein einjähriges Kraut, ist winterhart bis zu Temperaturen
von minus 15 Grad Celsius.
- Er
wird bevorzugt im Spätsommer, aber auch im Herbst oder Winter, auf bereits
abgeernteten Beeten ausgesät, muss allerdings regelmäßig feucht gehalten
werden, solange die Pflänzchen klein sind.
- Innerhalb
von 50 bis 60 Tagen nach der Aussaat wächst eine bis 25 Zentimeter
hohe Pflanze heran und die Blätter bilden eine Rosette, die dann geerntet
und verzehrt werden kann.
- Bei
einer Aussaat im Winter verzögert sich das Wachstum der kleinen Rosetten
bei Temperaturen unter 4 bis 8 Grad Celsius; diese können dann aber im
zeitigen Frühjahr geerntet werden.
- Die
Pflanze selbst verbleibt in jedem Falle im Boden und treibt im April ihre
zierlichen Blütenstängel aus mit zarten blassblauen bis hellvioletten
Blüten.
- Im
Juni oder Juli bilden sich die Samen und die Pflanze stirbt ab.
- Feldsalat
ist relativ anspruchslos, so dass nicht extra gedüngt werden muss.
- Als Nachkultur
kommen sie mit den Nährstoffen der vorangegangenen Kultur zurecht.
- Erst seit
dem 20. Jahrhundert wird Feldsalat als Kulturpflanze gezogen, zunächst
in Frankreich, dann in der Schweiz und etwas später in Süddeutschland.
- Heute
wird Feldsalat neben Deutschland, Frankreich und der Schweiz in
größerem Umfang auch in England, Italien und den Niederlanden
angebaut, wo er nicht nur im Freiland, sondern auch in Gewächshäusern
oder Plastiktunneln kultiviert wird.
- Früher
wurde Feldsalat wildwachsend auf Wiesen und Feldern gesammelt, da er auch
zu späteren Zeiten im Jahr noch anzutreffen war, in denen andere Salate
und Blattgemüse schon nicht mehr wuchsen.
- Dass
Feldsalat jedoch auch schon in früheren Zeiten kultiviert worden ist,
beweisen Funde von Samen zweier Arten des Feldsalat aus der Jungsteinzeit
und Bronzezeit an mehreren Seen des Alpenvorlandes.
Rezept-Tipp:
Gesund, lecker und natürlich:
Feldsalat mit gratiniertem Ziegenkäse

Zutaten für vier
Personen:
- 250g Feldsalat
- 200 g Ziegenkäse
- gehackte Nüsse
- ein wenig Honig
- 3 Esslöffel
Balsamico
- 1 Teelöffel
Dijonsenf
- 1 Esslöffel Himbeergelee
- 6 Esslöffel Öl
- Salz, Pfeffer
- 250 Feldsalat putzen, waschen und dann in 10Min in
Eiswasser legen, damit er besonders knackig wird
- 200g Ziegenkäse in Scheiben schneiden
- in gehackte Nüsse drücken und mit Honig
beträufeln
- auf Backpapier oder in Auflaufform geben und
3Min bei 220°C überbacken
- für die Soße 3 Esslöffel Balsamico mit Salz und
Pfeffer verrühren
- 1 Teelöffel Dijonsenf und 1 Esslöffel
Himbeergelee dazu geben
- 6 Esslöffel Öl unterrühren
- alles auf einem Teller anrichten, mit frischen
Himbeeren dekorieren und einer Priese Pfeffer aus der Mühle überstreuen
Guten Appetit