Erdbeeren,
Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Co
Sommerzeit
ist Beerenzeit

Die Beeren im Rheinland sind reif
und da diese Früchte nur für kurze Zeit frisch bleiben, heißt es jetzt
genießen.
·
In den kommenden Wochen steht wieder die Ernte des
Strauchbeerenobstes an. Der Anbau von Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren
ist dabei in den vergangenen Jahren im Rheinland ausgeweitet worden. Von der circa
300 ha großen Anbaufläche von Strauchbeerenobst
machten dabei die Johannisbeeren - im vergangenen Jahr mit einer Anbaufläche
von 160 ha den Großteil des Beerenobstanbaus im Rheinland aus.
·
Die Saison der Johannisbeeren beginnt im Juni und geht in
der Regel bis August. Durch Lagerung in Kühlhäusern kann ihre Saison bis in den
Winter verlängert werden. Eine weitere Methode, um die Beerensaison
auszuweiten, sind Folienüberdachungen, die dem Obst Schutz vor Regen bieten.
Durch gezielte Sortenwahl können Himbeeren sogar bis zum ersten Frost
geerntet werden. Länger als die Saison des Strauchbeerenobstes ist die
der Erdbeeren. Heimische Erdbeeren gibt es ungefähr sechs Monate lang zu
kaufen. 2008 wurden in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln auf
ungefähr 1 600 ha Erdbeeren angebaut und mehr als 11 000 kg der roten
Früchte pro ha geerntet. Bei Johannisbeeren liegt der Durchschnittsertrag bei
mehr als 6 000 kg/ha.
·
Sind die Beerenfrüchte erst einmal geerntet, sollte man sich
etwas beeilen. Im Gegensatz zu Äpfeln beispielsweise reifen sie nämlich
nicht noch nach, sondern verderben bereits nach wenigen Tagen. Besser ist
es da, öfter frische Ware zu kaufen, die reif gepflückt wurde und nur kurze
Wege zurückgelegt hat.
· So gehen auch die wertvollen Inhaltsstoffe der Beeren nicht verloren, zu denen unter anderem das Provitamin A, die Vitamine B1, B2 und C sowie Mineralstoffe wie Calcium und Eisen gehören. Spitzenreiter beim Beerenobst in Sachen Provitamin A-Gehalt sind die Brombeeren und der höchste Gehalt an Vitamin C findet sich bei schwarzen Johannisbeeren.
· Allen Beerensorten gemeinsam sind ihre auffallenden Farben von kräftig rot bis blau-violett: Im menschlichen Organismus leisten diese Farbstoffe aus der Gruppe der Flavonoide sowie auch die für das Aroma mitverantwortlichen Phenolsäuren wertvolle Dienste. Hinzu kommt, dass Beeren kaum Kalorien haben.
Einfrieren
Für Beerenobst ist das Einfrieren das optimale Verfahren, da der Geschmack
und die Form der weichen Früchte hierbei besser als beim Einkochen erhalten
bleibt: Wenn das Obst als Kuchenbelag genutzt werden soll, friert man die
einzelnen Früchte auf einem Tablett vor und schüttet sie gefroren in eine Dose
oder einen Gefrierbeutel. So kann man sie später im gefrorenen Zustand auf dem
Kuchen verteilen oder bequem auch nur Teilmengen entnehmen. - Ist geplant,
daraus Konfitüre zu kochen, friert man sie Pfund- oder Kiloweise in Dosen oder
Beutel ein: Hier ist es kein Problem, den gefrorenen 'Block' komplett in den
Topf zu geben und man hat gleich die richtige Grundmenge zum weiterverarbeiten.
Platzsparender ist es, das Obst für diesen Zweck, aber auch als Grundlage für Fruchtcremes
oder Fruchtsaucen vor dem Einfrieren zu pürieren. Fruchtsaucen können auch
fertig zubereitet eingefroren werden. Dazu püriert man 25o g Beeren mit 5o g
Puderzucker und dem Saft von einer Zitrone [1 El Alkohol, z.B. Himbeergeist,
kann vor dem Verwenden frisch zugegeben werden].
Entsaften
Das Entsaften mit dem Dampfentsafter stellt eine gute Möglichkeit dar,
schnell große Mengen zu verarbeiten: Das Obst wird nur gewaschen, Rhabarber
in Stücke geschnitten, Kernobst geviertelt [mit Kerngehäuse], Steinobst
entsteint, Beerenobst muss nicht entrappt werden. Zuckert man das Obst einige
Stunden vor dem Entsaften, erhöht dies die Saftausbeute. Pro Kilogramm Obst
rechnet man zwischen 1oo und 2oo Gramm Zucker [Saft muss zum trinken verdünnt
werden], die Entsaftungszeit liegt je nach Obstart zwischen 3o und 6o Minuten.
Etwa 5 Minuten vor Beendigung des Entsaftens lässt man circa 1/2 l Saft ab und
gibt ihn wieder über das Obst. Dadurch wird der Ablaufschlauch steril und der
Saft hat die gleiche Konzentration. Der heiße Saft wird in saubere Flaschen
gefüllt, die mit Gummikappen oder Deckeln mit Drehverschlüssen sofort
verschlossen werden. Verwendet man geringere Zuckermengen [5o bis 1oo g/l
Saft], müssen die Flaschen zusätzlich 25 Minuten bei 75 Grad Celsius sterilisiert
werden.
Einkochen
Das Einkochen [Sterilisieren] ist besonders bei Kern- und Steinobst beliebt,
aber auch für Beerenobst geeignet, obwohl hier meist das Einfrieren bevorzugt
wird: Zum Einkochen sollte das Obst grundsätzlich 'hartreif' sein, das bedeutet,
vor der Vollreife stehen. Wichtig ist, dass Gläser, Deckel und Gummiringe
sauber sind, der Glasrand beim Einfüllen nicht verschmutzt [Einfülltrichter]
sowie Einkochtemperatur und -dauer eingehalten wird. Beim Einkochen im
Einkochtopf liegen Sie je nach Obstsorte bei 75 bis 9o Grad Celsius und 25 bis
3o Minuten.
Hat
man keinen Einkochtopf, kann das Einkochen auch im Backofen geschehen: Dazu
stellt man 6 gleich große Gläser in die 1cm hoch mit Wasser gefüllte Fettpfanne
des Backofens und stellt ihn auf 18o Grad Celsius [Ober-Unterhitze] ein. Sobald
in den Gläsern Luftbläschen aufsteigen, wird die Zeit gerechnet. Für kleine
Gläser ist auch der Dampfdrucktopf geeignet. Dazu wird eine Tasse Wasser
eingefüllt und das Glas/ die Gläser hineingestellt. Nach erscheinen des 1.
Ringes wird je nach Härte des Obstes 5 bis 1o Minuten weiter gekocht. Danach
lässt man den Topf soweit abkühlen, dass der Druck abfällt. Wichtig: Nicht mit
Wasser abkühlen oder abdampfen.
Und
selbst die Mikrowelle eignet sich zum Einkochen, insbesondere von einzelnen
Gläsern: Das Glas wird circa 4 Minuten bei 72o Watt erhitzt, bis
Bläschen aufsteigen. Danach wird die Leistung auf 18o Watt reduziert und
weitere 4 Minuten gegart.
Marmelade oder Gelee herstellen
Umgangssprachlich wird von Marmelade kochen gesprochen, wenn Marmelade,
Konfitüre oder Gelee hergestellt wird: Ausgangsprodukt für Gelees sind immer
Flüssigkeiten wie Fruchtsaft oder Wein. Verwendet man ganze oder pürierte
Früchte entsteht je nach verwendeter Zuckermenge Marmelade oder Konfitüre. Da
neben dem Erhitzen der Zucker das wesentliche Konservierungsmittel ist, sind in
Gelierzucker 2:1 oder 3:1, bei denen nur die Hälfte oder 1/3 der üblichen
Zuckermenge für die Konfitürenherstellung verwendet wird, zusätzlich
Konservierungsmittel enthalten. Fruchtaufstriche und Gelees halten sich am
besten in Gläsern mit Twist-Off-Deckeln [Drehverschlüsse]. Damit die Gläser
beim Einfüllen nicht springen, sollten sie auf ein feuchtes Tuch gestellt
werden. Schnelles, zügiges Ausfüllen ist wichtig, damit die heiße Masse nicht
auskühlt, bevor das Glas verschlossen ist. Das Glas wird kurzzeitig umgedreht
auf den Deckel gestellt, damit er durch die Hitze steril wird.
Einlegen, oder: der Rumtopf
Die bekannteste Art des Einlegens in Alkohol ist der Rumtopf: Er hat den
Vorteil, dass im Laufe des Sommers die unterschiedlichsten 'Obstüberschüsse'
dazu getan werden können. In einen sauberen, mindestens 5 Liter großen,
glasierten Steinguttopf schichtet man ab Mai Früchte der Saison. Das Gefäß in
einem kühlen, trockenen Raum mit gleich bleibender Temperatur aufbewahren. Das
wichtigste 'Konservierungsmittel' neben dem mindestens 54%igen Rum ist der
Zucker [auf 5oo g Früchte 25o g Zucker].
So
setzen Sie den Rumtopf an: Nur reife, feste und einwandfreie Früchte verwenden.
Früchte waschen, gut abtropfen lassen, mit Küchentüchern trocken tupfen.
Früchte je nach Obstsorte schälen, klein schneiden, entsteinen, entkernen. Die
Früchte zuckern [Erdbeeren: 1 Teil Zucker: 1 Teil Erdbeeren, sonstige Früchte:
1 Teil Zucker: 2 Teile Frucht] und mehrere Stunden, besser über Nacht, kühl
gestellt ziehen lassen. Die ersten Früchte in den Topf geben, mit Rum
vollständig bedecken. Regelmäßig den 'Rum-Stand' kontrollieren. Die Früchte
müssen immer vollständig bedeckt sein. Jede Fruchtlage 1 bis 2 Wochen setzen
lassen, eine neue Lage gezuckerte Früchte mit dem Löffel hinzugeben, Rum
nachgießen. Nicht im Rumtopf rühren! - Etwa 4 Wochen, nachdem die letzte
Fruchtlage zugegeben wurde, noch mal Rum zufügen und weitere 2 Wochen ruhen lassen.
Einen 'kleinen Rum- oder Weinbandtopf' kann man herstellen, indem man Früchte
mit der gleichen Menge Zucker vermischt und mit Weinbrand oder Rum aufgießt.
Die Obstweinbereitung
erfordert mehr Aufwand, man braucht Fruchtpresse, Gärballons, Hefen etc. pp.
und ist daher eher etwas für Liebhaber, die sich intensiv mit diesem Thema
beschäftigen.

Erdbeeren:
·
Höchsten Genuss bieten Beeren mit grünen, frischen
Kelchblättern, die voll ausgereift und unbeschädigt sind: Unreife Erdbeeren
sind an hellen Spitzen und grünen Stellen erkennbar. Ihnen fehlt das typische
Aroma. Übrigens: kleinere Erdbeeren sind oft viel aromatischer und
nährstoffreicher als große.
·
Bei der Zubereitung ist Wasser der größte Feind der
Beere: Wasser lässt das Fruchtfleisch schwammig werden führt kann
zu deutlichen Aromaverlusten. Daher die Früchte nur kurz in kaltes Wasser
tauchen oder sanft abbrausen. Anschließend gut abtropfen lassen und erst dann
die Stiele und Kelchblätter mit einer leichten Drehung entfernen.
·
Die Erdbeere - voll ausgereift - ist eine glückliche
Kombination der Natur: ihr Rot - sinnlich und verführerisch, ihre Größe
mundgerecht, ihr Aroma süß und ihre inneren Werte hervorragend. Die Königin der
Beeren bietet Genuss sowie reichlich Vitamine, Mineralstoffe, eine Vielzahl an
sekundären Pflanzenstoffen. Und das alles bei gerade einmal bei etwa 45
Kalorien bei einer Portion von 125 Gramm.
· Die roten Früchte enthalten doppelt soviel Vitamin C wie Orangen oder Zitronen: Schon eine Portion deckt die tägliche wünschenswerte Zufuhr an Vitamin C. Durch den hohen Anteil an Asparaginsäure regen Erdbeeren die Nierentätigkeit an. Die in ihnen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe wirken blutdrucksenkend, entzündungshemmend und antibakteriell.
Himbeeren:
·
Himbeeren gehören botanisch zu den Rosengewächsen.
·
Die roten Früchte der in den Wäldern wild wuchernden
Sträucher wurden bereits in der Jungsteinzeit gesammelt. Im Mittelalter wurde
dann in den Klostergärten mit der Kultivierung der Himbeeren begonnen. Züchter
versuchen seitdem ständig neue Sorten zu entwickeln, die immer mehr Früchte
tragen und widerstandsfähig gegen mögliche Krankheiten sind. Je nach Region
haben die Beeren ihren eigenen Namen - sie heißen Himmelbeere, Honigbeere
oder Hübele.
·
Bei der Ernte werden die Himbeeren am Strauch vorsichtig
vom Fruchtboden, dem Zapfen, abgepflückt. Dieser bleibt an der Pflanze
hängen. Die weichen, druckempfindlichen Beeren sollten am besten sofort
frisch gegessen werden.
·
Gewaschen werden nur wirklich verschmutzte Früchte -
ansonsten verwässert das Aroma. Himbeeren halten sich im Kühlschrank (am
besten bei 0° C) höchstens drei Tage.
·
Die Früchte lassen sich aber gut einfrieren.
Dann kann man sie bis zur nächsten Erntesaison immer wieder genießen.
·
Himbeeren sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Die
mineralstoffreichen Früchte helfen bei Nieren- und Blasenbeschwerden,
aber auch bei Verstopfung. Sie enthalten außerdem eine Menge des Vitamins
Biotin, das für schöne Haut und Haare sorgen soll.
·
Der Saft der Himbeeren stärkt und erfrischt bei Fieber.
Brombeeren:
Kulturbeeren:
Im Zusammenhang mit den
Kulturheidelbeeren tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf, die wir gerne mal
konzentriert beantworten.
- Sind Waldheidelbeeren nicht
viel besser als Kulturheidelbeeren?
Das ist Geschmackssache. Aber in
Blindtests schneiden die meisten Kulturheidelbeeren in der Regel besser ab als
die Waldheidelbeeren. Dies hängt nicht nur mit dem Aroma zusammen, sondern auch
mit dem gesamten Esserlebnis: Das Verhältnis Samen-Fruchtfleisch ist bei den
Waldheidelbeeren viel ungünstiger als bei den Kulturheidelbeeren. Grundsätzlich
lässt sich aber festhalten, dass zum backen Waldbeeren ein kräftigeres Aroma
haben und daher sehr gut zum weiterverarbeiten und backen geeignet sind,
dagegen die Kulturbeeren besser für den direkten Frischverzehr.
- Bekomme ich von den
Kulturheidelbeeren auch einen blauen Mund?
Nein, das Fruchtflesich der
Kulturheidelbeeren ist nicht blau durchgefärbt.
- Wo können Kulturheidelbeeren
überhaupt kultiviert werden, welche Ansprüche haben sie?
Die Highbusblueberries passen ganz
gut in unser Klima, sie sind auch problemlos winterhart. In den
Südstaaten der USA gibt es noch andere Heidelbeerarten, die teilweise weniger
winterhart sind, aber bei uns auch nicht angebaut werden. Im Gegensatz zu den
Waldheidelbeeren sind Kulturheidelbeeren keine Waldpflanzen, brauchen also die
Sonnenexposition für die Fruchtqualität. Allerdings: Kulturheidelbeeren
brauchen unbedingt einen sauren Boden, den die Anbauer bei uns meist
künstlich durch Aufschüttung von Rindenkomposten und Ähnlichem herstellen
müssen.
- Sind Kulturheidelbeeren
nicht heikel, und müssen sehr oft gespritzt werden?
Das Gegenteil ist der Fall. Sie
sind sehr robust und haben mindestens bei uns noch kaum tierische und pilzliche
Schadorganismen. Es sei denn, die Vögel entdecken irgendwo ein neues
Heidelbeerfeld, dann muss es mit Netzen geschützt werden.
- Können Heidelbeeren
eingefroren werden?
Ja problemlos. Legen Sie die
Heidelbeeren lose auf ein Blech. Dann das Blech in die Gefriertruhe, bis die
Früchte etwas angefroren sind. Danach erst in Büchsen oder Beutel abfüllen und
in der Gefriertruhe einlagern
- Wann haben Heidelbeeren Saison?
Die Vielfalt der unterschiedlichen
Sorten ermöglicht einen durchgängigen Pflückbetrieb von Anfang Juli bis
September.

Waldbeeren:
·
Heidelbeeren sind eine beliebte Beerensorte für die
menschliche Ernährung. Sie lassen sich sowohl frisch verzehren als auch in der
Küche verwerten. Sie färben aufgrund der enthaltenen Anthocyane beim
Verzehr den Mund und die Zähne rot bis blau. Anthocyane in der
Heidelbeere sind auch für ihre antioxidativen und entzündungshemmenden
Eigenschaften verantwortlich.
·
Vor dem Verzehr selbstgepflückter, ungewaschener Heidelbeeren
wird trotz fehlenden Nachweises aufgrund angeblich möglicher Anhaftung
von Eiern des Fuchsbandwurmes immer noch gelegentlich gewarnt. Wenn man dieses
Risiko ausschließen will, sollte man die Beeren kochen.
·
Heidelbeeren halten sich nicht allzu lange, deshalb
möglichst frisch verarbeiten.
·
Getrocknete, reife Beeren lassen sich außerdem heilkundlich
gegen Durchfall verwenden. Frische Beeren wirken eher abführend.
·
Gerichte aus bzw. mit Heidelbeeren sind zum Beispiel
Heidelbeerkompott, Heidelbeermarmelade, Heidelbeereis, Heidelbeerkuchen,
Hefeklöße mit Heidelbeeren sowie Heidelbeerpfannkuchen.
Stachelbeeren:
·
Klein und grün sind sie vielen ein Begriff, aber
Stachelbeeren gibt es nicht nur im schönen Grün mit Streifenmuster, sondern
auch in Goldgelb oder Rot. Unreif und grün werden sie meist gepflückt, denn so
kann man sie besonders gut zu Stachelbeerkuchen oder Stachelbeermarmelade
verarbeiten.
·
Stachelbeeren sind zwar rund wie die meisten Beeren, aber da
sie oft grün und unreif geerntet werden und je nach Sorte eine haarige Schale
haben, heben sie sich schon rein äußerlich von ihren Artgenossen ab. Etwas
herber im Aroma lassen sie sich aber genauso gut zum Einmachen oder Backen
verwenden. Und was man von Geschmacks wegen nicht ahnt: Stachelbeeren haben von
allen Beerenarten den höchsten Zuckergehalt. Durch die Ernte im unreifen
Zustand bleiben sie übrigens länger frisch und lassen sich im Kühlschrank bis
zu 3 Wochen aufbewahren.
·
Stachelbeeren sind zwar klein, sie enthalten jedoch jede
Menge Nährstoffe, wie z.B. Vitamin C, das uns vor Erkältungen schützt, oder
Folsäure, das besonders Schwangere in größeren Mengen benötigen. Daneben sind
sie auch reich an dem Spurenelement Silicium, das bei schwachen Blutgefäßen
helfen und so Krampfadern und Besenreißern vorbeugen soll.
·
Reif gepflückt sind Stachelbeeren pur aus der Hand ein
großer Genuss, meist werden sie jedoch zu leckeren Konfitüren oder Kuchen
verarbeitet. Raffiniert kombiniert ist die Stachelbeer-Bananen-Konfitüre, die
den süßen Bananengeschmack mit der Eleganz der Stachelbeere verbindet und schon
am Frühstückstisch für ein kleines Highlight sorgt. Rote Stachelbeeren kommen
in einer feinen Rieslingmousse zum vollendeten Einsatz - das Ergebnis ist eine
feine Nachspeise für besondere Gelegenheiten.
Schön frühlingshaft ist der Stachelbeerkuchen mit Kiwis und Waldmeister. Er
schmeckt herrlich frisch und sehr fruchtig. Unter einer Haube von Baiser
verstecken sich die Stachelbeeren im Rhabarber-Baiser-Kuchen, der auch mit
Stachelbeeren ein Geheimtipp ist.
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Stachelbeeren backen: Damit
Stachelbeeren beim Backen nicht platzen, sollte man die Beeren noch schnell mit
einer dünnen Nadel mehrfach anpieksen, bevor man den Kuchen in den Ofen
schiebt.
Johannisbeeren:
- Weiße Johannisbeeren:
eigentlich nicht weiß, sondern gelb, mild, heute praktisch nur noch in privaten
Gärten zu finden
- Rote Johannisbeeren: saftig,
intensive Säure
·
Johannisbeeren haben ihren Namen von "Johannes dem
Täufer", da sie zum Geburtstag von Johannes reif würden (24. Juni,
was auch tatsächlich regelmäßig zutrifft). Allerdings hat man mittlerweile
Sorten gezüchtet, die bis in den September hinein reifen und die Saison daher
deutlich verlängern.
·
Rote Johannisbeeren sind besonders säurereich. Sie
werden in der Regel nur von Rhabarber und Sauerkirschen übertrumpft und
enthalten 2,6 % Fruchtsäure.
·
Schwarze Johannisbeeren hießen
früher auch "Wanzenbeeren" wegen ihres intensiveren und bisweilen
unangenehmen Geruchs. Gegenüber den roten Beeren schmecken Sie herber,
da sie mehr Gerbsäure enthalten.
·
Wenn Sie Johannisbeeren kaufen, sollten Sie darauf achten,
dass die Früchte prall sind und entweder rot-glänzend oder schwarz.
Stimmt die Farbe nicht, sind die Beeren z.B. zu blass, fehlt Aroma. Natürlich
müssen die Beeren auch schimmelfrei sein. Dann lassen sie sich daheim auch noch
ein paar Tage problemlos lagern.
·
Zur Zubereitung daheim werden die Beeren immer in einer
Schüssel mit Wasser gewaschen (nicht unter fließendem Wasser). Mit Hilfe
einer Gabel lassen sich die Beeren leicht von der Rispe streifen.
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Die schwarzen Johannisbeeren werden in der alternativen
Medizin als Mittel gegen Arteriosklerose, Rheuma und Gicht verwendet. Auch
gegen Burn-Out sollen sie helfen. Sie enthalten gleich dreimal soviel
Vitamin C wie Orangen und natürlich jede Menge Vitamine, z.B. Vitamin A
und P. Als Mineralstofflieferant bieten Sie Phosphor und Kalzium.
· Die roten Johannisbeeren haben einen sehr hohen Säureanteil und regen dadurch den Appetit an. Sie wirken auch belebend ("sauer macht lustig"). Auch sie enthalten Phosphor und Kalium sowie ca. 32 mg Vitamin C auf 100 g. Johannisbeeren liefern ca. 37 Kalorien auf 100 g.
Unser Rezept-Tipp: Die Gertrudenhof Beeren-Joghurt-Torte
